Berner Bildungszentrum Pflege, Bern

Bildungseinrichtung

Berner Bildungszentrum Pflege
Type d'objet Höhere Fachhochschule für Pflegeberufe der Stiftungen Lindenhof + Diaconis + Inselspital + Verband Berufsbildung Berner Oberland
Maître d’ouvrage Sarasin Anlagestiftung
Surface utile 15'000 m²
Conception kpa architekten Bern ag
Exécution Marti GU AG
Durée 2009 / 2011

Das Berner Bildungszentrum Pflege ist schweizweit die grösste Ausbildungsstätte der Pflege auf tertiärer Bildungsstufe. Der Campus ist mit 1‘300 Studierenden und 250 Mitarbeitenden von volkswirtschaftlicher und städtebaulicher Bedeutung und bietet eine spezielle auf die Bedürfnisse der Pflege Aus- und Weiterbildung ausgerichtete Infrastruktur.
2006 hat sich die Berner Kantonsregierung dafür entschieden, die bis dahin eigenständigen Pflegefachschulen zu einer Organisation zusammenzuführen. Die Konzentration der Ausbildung unter einem Dach ermöglicht den Studierenden und Mitarbeitenden mehr Komfort, bessere Vernetzung und einfachere Kommunikation. Mit der zentralen Lösung werden auch Synergien im Betrieb genutzt.
Für das Projekt sollte ein früheres Werkhofareal neu überbaut werden, welches bereits von den Siedlungsarmen der Stadt umschlossen war. Die verwinkelte Parzelle zwischen Autobahn, Eisenbahn, Strassenbahn und der viel befahrenen Freiburgstrasse ins Stadtzentrum war eine Herausforderung für die Einordnung und Gestaltung des Gebäudes. Die kontextuelle useinandersetzung mit dem Ort, der Entwicklung des architektonischen Konzepts in Bezug auf Massstäblichkeit und Angemessenheit sowie das vielschichtige Anforderungs- und Raumprogramm einer Bildungsstätte für Pflegeberufe waren die Potenziale, die es zu erkennen und umzusetzen galt. Entstanden ist ein eleganter, räumlich schöner und angenehm unprätentiöser Bau, der sich mit der Form eines „S“ gut in die Parzelle und Umgebung einfügt.

„Ökologisch und gut erreichbar“
Der mit Bahn, Bus, Velo oder Auto verkehrstechnisch gut erschlossene inergie-Bau bietet auf 15‘000 m² viel Raum für nachhaltige Denkarbeit: Hörsäle, Praxisräume, Mediothek, Cafeteria, Sitzungszimmer, Büros, helle Korridore sowie Terrassen und ein Bambusgarten sollen den S-förmigen Gebäudekomplex funktional prägen. Die Verbindung zwischen Quartier und Campus schafft an prominenter Stelle die grosszügig verglaste Bibliothek. Als prägendes Symbol verleiht sie dem Schulkomplex Identität sowie einen eigenständigen Charakter und markiert Wissensvermittlung, Lehre, Erfahrungsaustausch und Informationstransfer. Der Campus besteht aus zwei gleichgestalteten Gebäuden, die mit einem eingeschossigen Eingangs- und Begegnungsbereich verbunden sind. Dreh- und Angelpunkt ist die zentrale, lichtdurchflutete Eingangshalle, die sich um hauseigenen Cafeteria/ Restaurant und zur Gartenterrasse öffnet. Hier kreuzen sich alle Wege.